CAPE steht für Convective Available Potential Energy und schätzt, wie viel Auftriebsenergie ein aufsteigendes Luftpaket gewinnen könnte, wenn es durch die Atmosphäre gehoben wird. Auf ngmeteo.com färbt die CAPE-Karte Regionen ein, in denen die modellierte Atmosphäre instabil genug für tiefe Konvektion ist. Hohes CAPE garantiert keine Gewitter; es bedeutet, dass Luft, einmal bis zu ihrer Auslösehöhe angehoben, genug «Treibstoff» hat, um schnell aufzusteigen und hohe Wolken zu bilden. Niedriges CAPE kann dennoch Wetter erzeugen, wenn andere Kräfte Luft anheben, aber die Aufwinde sind meist schwächer und schwere Gewitter sind weniger wahrscheinlich.
Was CAPE-Werte praktisch bedeuten
Werte unter etwa 500 J/kg unterstützen oft nur Schönwetter-Cumulus oder sehr schwache Schauer. Zwischen rund 500 und 1500 J/kg werden verstreute Schauer und gewöhnliche Gewitter plausibel, wenn ein Auslöser vorhanden ist. Über 1500 J/kg können sich Gewitter kräftiger organisieren, und Werte jenseits von 2500-3000 J/kg signalisieren ein Umfeld mit starkem Aufwindpotenzial, besonders bei ausreichender Feuchte und Windscherung. CAPE wird aus dem Temperatur- und Feuchteprofil berechnet und kann über wenige Dutzend Kilometer stark wechseln, wenn trockene und feuchte Luftmassen aufeinandertreffen. Lesen Sie CAPE immer als Zutatenkarte, nicht als Zeitplan: Sie brauchen weiterhin Hebung durch Fronten, Seebrisen, Gebirge oder tagsüberliche Erwärmung.
CAPE versus Lifted Index
CAPE misst, wie energisch Aufwinde werden könnten; der Lifted Index auf ngmeteo.com misst, wie stark die Atmosphäre den Beginn des Anhebens widersteht. Ein stark negativer Lifted Index passt oft zu hohem CAPE, aber beide können abweichen, wenn das Profil komplex ist, etwa wenn eine warme Schicht in der Höhe das Wachstum bremst, obwohl die mittlere Troposphäre instabil wirkt. Nutzen Sie CAPE auf cape.php für einen direkten Lesewert konvektiven Treibstoffs über GFS und ECMWF, und öffnen Sie lifted-index.php, um zu sehen, ob Pakete leicht von der Oberfläche oder aus einer erhöhten Schicht starten können. An Tagen mit hohem CAPE, aber nur schwach negativem Lifted Index warten Gewitter oft auf den Nachmittagshöhepunkt oder eine Front.
CAPE-Karten sinnvoll nutzen
Prüfen Sie die Prognosezeit: CAPE erreicht oft am späten Nachmittag ein Maximum und bricht nachts ein. Vergleichen Sie Läufe und Modelle; ein breites CAPE-Maximum in allen Modellen ist bedeutsamer als ein isolierter Spike in einem Lauf. Kombinieren Sie CAPE mit Wind- und Niederschlagskarten auf ngmeteo.com, um zu sehen, ob Gewitter isoliert bleiben oder sich entlang einer Grenze ausrichten. Für Outdoor-Planung gelten Flächen über etwa 1000 J/kg als Hinweis, Radar und Kurzfristupdates zu beobachten, nicht als Versprechen für Ihren exakten Standort. CAPE sagt, wie explosiv die Atmosphäre werden könnte, sobald der Aufstieg beginnt.