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Der UV-Index und Sonnenschutz: Was er misst und warum er wichtig ist

Wetter-Ratgeber Aktualisiert: · ngmeteo.com

Ultraviolette Strahlung erreicht den Boden hauptsächlich als UVA und UVB; UVA dringt tief in die Haut ein und treibt vorzeitige Hautalterung voran, während UVB die Oberfläche verbrennt und der Hauptauslöser für Sonnenbrand und, bei wiederholter Überexposition, für Hautkrebs ist. Beide schädigen mit der Zeit auch die Augen und tragen zu grauem Star bei. Der UV-Index, entwickelt von der Weltgesundheitsorganisation und weltweit genutzt, verdichtet die Stärke dieser Strahlung am Boden in eine einzige Zahl, meist von 0 bis 11 oder mehr, sodass man die zugrunde liegende Physik nicht kennen muss, um sein Risiko an einem bestimmten Tag einzuschätzen. Entscheidend ist: Der UV-Index hat kaum etwas damit zu tun, wie heiß oder kalt es sich anfühlt - ein klarer, frischer Frühlingstag in der Höhe kann einen höheren Index aufweisen als ein dunstiger, warmer Sommernachmittag.

Was den UV-Index ansteigen lässt

Der Sonnenwinkel ist der wichtigste Faktor: UV-Strahlung ist innerhalb von ein bis zwei Stunden um den Sonnenhöchststand und in den Monaten, in denen die Sonne am höchsten steht, am stärksten, und sie ist naturgemäß näher am Äquator das ganze Jahr über intensiver. Auch die Höhe spielt eine Rolle, da dünnere Luft weniger Strahlung absorbiert und pro 1.000 Höhenmetern etwa 10 % mehr UV hinzukommt, was teilweise erklärt, warum Sonnenbrand in den Bergen so oft überrascht. Die Ozonschicht ist der wichtigste UV-Filter der Atmosphäre, und ihre Dicke variiert je nach Ort, Jahreszeit und von Jahr zu Jahr, wobei dünneres Ozon mehr Strahlung durchlässt. Wolken verringern die UV-Belastung normalerweise, aber dünne oder vereinzelte Bewölkung kann Strahlung streuen, ohne sie zu blockieren, und die Werte dadurch kurzfristig sogar über die eines völlig klaren Himmels heben. Schließlich zählt auch der Untergrund selbst: Frischer Schnee reflektiert bis zu 80 % der UV-Strahlung nach oben zurück, Sand etwa 15 %, und Wasser genug, um die von oben empfangene Dosis spürbar zu erhöhen, weshalb Sonnenbrand am Strand genauso häufig vorkommt wie auf der Skipiste.

Wie man sich schützt

Als grobe Richtlinie: Ein Index von 0-2 erfordert keine besonderen Vorkehrungen, 3-5 macht Schatten rund um die Mittagszeit und einen Hut sinnvoll, 6-7 bedeutet, dass Sonnencreme und Schutzkleidung wirklich notwendig werden, und 8 und höher, eingestuft als Hoch bis Extrem, bedeutet, dass ungeschützte Haut in deutlich unter einer Stunde verbrennen kann und aktiver Schutz unverzichtbar ist. Die wirksamsten Gewohnheiten sind einfach: Bleiben Sie, wenn möglich, in den zwei bis drei Stunden um den Sonnenhöchststand im Schatten, tragen Sie einen breitkrempigen Hut und UV-blockierende Sonnenbrille, bedecken Sie sich mit dicht gewebter Kleidung, und tragen Sie eine Breitband-Sonnencreme mit mindestens LSF 30 auf, die etwa alle zwei Stunden und sofort nach dem Schwimmen oder starkem Schwitzen erneuert wird, da Wasser und Handtücher das meiste davon entfernen. Bedenken Sie, dass kühle Luft, diesiger Himmel und sogar eine leichte Brise an sich keinen echten Schutz bieten - es sollte also der Index selbst und nicht das Gefühl des Tages Ihre Entscheidungen leiten, besonders für Kinder, hellhäutige Menschen und alle in der Nähe von Schnee, Sand oder Wasser. Die UV-Index-Ebene auf den Vorhersagekarten von ngmeteo.com zeigt die erwarteten Werte für jeden Ort und Tag, bevor Sie nach draußen gehen.