Vorhersagekarten sagen, ob morgen windig oder sonnig wird; die Solar- und Windrechner auf ngmeteo.com übersetzen diese Atmosphäre in Kilowattstunden. Beide Tools haben eigene Seiten, teilen aber die Logik der Hauptvorhersage: Punkt wählen, globale Modellausgabe lesen, Wetter in Energie für die kommenden Tage umrechnen. Sie sind Planungshilfen, keine Zählermessung. Reale Erträge hängen weiter von Verschattung, Wechselrichtergrenzen, Wartung und lokalen Hindernissen ab, die kein Gitter sieht.
Solarrechner
Öffnen Sie den Solarrechner, klicken Sie Ihren Standort auf der Karte und geben Sie Anlagengröße in Modulen und Watt pro Modul sowie Neigung und Azimut ein. Das Backend holt GFS-Bewölkung, atmosphärische Klarheit und Sonnen geometrie für die Koordinate und schätzt tägliche Kilowattstunden über den Prognosehorizont. Steile Südausrichtung in mittleren Breiten gewinnt oft im Jahresmittel, aber eine bewölkte Woche senkt Tageswerte auch bei perfekter Ausrichtung. Vergleichen Sie aufeinanderfolgende Läufe nach Aktualisierung der Laufzeit in der Kopfzeile. Bei teilweiser Dachverschattung gilt das Ergebnis als Obergrenze.
Windkraftrechner
Der Windrechner nutzt GFS-Wind in Nabenhöhe, angepasst an Geländeklasse: offenes Land, Vorstadt oder urbane Rauigkeit. Geben Sie Nennleistung und Masthöhe in Metern ein und klicken Sie die Karte am Standort. Das Tool wandelt Prognosewinde über eine Standardleistungskurve in Tagesenergien um. Kleine Höhenänderungen zählen stark, weil Wind mit der Höhe zunimmt. Eine windige Woche in 10 m kann enttäuschen, wenn die Anlage in einer geschützten Senke steht. Offenes Gelände nur bei wirklich freiem Fetch verwenden.
Grenzen und gute Praxis
Beide Rechner erben Modellbias: GFS kann Lücken in der Bewölkung übertreiben oder Bergwinde glätten, daher aufeinanderfolgende Läufe vergleichen statt einzelner Spitzen. Sie zeigen wettergetriebenes Potenzial, nicht Netzeinspeisung, Batteriewirkungsgrad oder Tarifeinnahmen. Kombinieren Sie sie mit der 8-Tage-Punktprognose und Windebenen der Hauptkarte sowie Live-Radar, wenn Schauer Solarstunden kürzen, die das grobe Gitter nicht auflöst. Für Standortwahl Winter- und Sommerwochen testen, nicht nur milde Frühlingstage. So verbinden sie ngmeteo.coms numerische Wetterführung mit der praktischen Frage jedes Installateurs: wie viel Energie sollte dieser Ort bei tatsächlich prognostiziertem Wetter produzieren?